ChurchNight als evangelische Antwort auf heidnisches Spektakel

(idea, Hannover/Stuttgart) Mit der Kampagne „ChurchNight“ (Kirchennacht) will die evangelische Kirche den Reformationstag neu in das Bewusstsein der Bevölkerung rücken.

Am 31. Oktober 1517 hatte Martin Luther (1483-1546) 95 kirchenkritische Thesen an der Tür zur Schlosskirche von Wittenberg angeschlagen und damit die Reformation eingeleitet. Daran sollen überall in Deutschland öffentliche Thesenanschläge, Jugendgottesdienste, Rockkonzerte und Filmnächte erinnern. Die EKD rechnet mit mehr als 100.000 überwiegend jugendlichen Teilnehmern. Schirmherr ist der württembergische Landesbischof Frank Otfried July (Stuttgart). Das Evangelische Jugendwerk in Württemberg hatte die „ChurchNight“ vor fünf Jahren als evangelische Antwort auf das heidnische Halloween-Spektakel eingeführt. Dessen kommerzielle Absichten machten dieses Fest „so hohl wie die Kürbisköpfe, die es schmücken sollen“, sagte July einmal. Das diesjährige „ChurchNight“-Motto lautet „Ich bin so frei“. Es soll Luthers reformatorische Erkenntnis von „der Freiheit eines Christenmenschen“ für junge Menschen neu übersetzen, erläuterte die Projektleiterin, Angela Schwarz (Stuttgart) vom Evangelischen Jugendwerk in Württemberg. Der Glaube an Jesus Christus befreie von dem Zwang, Christsein nach Regeln und Moralvorstellungen zu gestalten. Leben beginne mit Gottes Ja zu uns. „Das war und ist die befreiende Entdeckung der Reformation. Wer innerlich frei ist, kann sich entfalten und sein Leben und die Gesellschaft gestalten“, so Frau Schwarz.

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