Digitalradio: Elektronikverband sieht Durchbruch für DAB Plus

(DigitalFernsehen.de) Anbieter von Unterhaltungselektronik sehen das digitale Radio vor dem Durchbruch. Das Angebot von Rundfunkstationen habe inzwischen einen Umfang erreicht, „der für eine erfolgreiche Durchsetzung am Markt unentbehrlich ist“, betonte der Branchenverband GFU.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Gesellschaft für Unterhaltungselektronik (GFU), Rainer Hecker, sprach am Dienstag in Nürnberg vom Erreichen einer „kritischen Masse“. Speziell bei der mobilen Nutzung überzeuge die digitale Ausstrahlung mit klaren Vorteilen wie stabilem Empfang, Störungsfreiheit und einer CD-ähnlichen Klangqualität. Hinzu kämen beim klassischen UKW-Radio nicht angebotene Zusatzfunktionen wie der Datendienst TPEG als „Verkehrsservice der Zukunft“.

Inzwischen seien bereits mehr als 60 ARD-Programme in Deutschland über Digitalradio zu hören, darunter würden 13 bundesweit verbreitet, erklärte Hecker. Hinzu kämen weitere private regionale und landesweite Radiosender. Allein in München könnten mittlerweile 30 Digital-Programme empfangen werden. Im zweiten Quartal gingen in Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz weitere private Angebote an den Start. Zudem sollen im Sommer 18 neue Senderstandorte in Betrieb genommen werden.

Der Verbraucher haben laut GFU die Auswahl unter 140 Radiomodellen zum Empfang der Digitalradio-Sender. Die meisten Geräte könnten zusätzlich UKW empfangen. Für dieses Jahr rechnet Hecker mit einem Verkauf von rund einer Million Empfangsgeräten für DAB Plus. Die Verbraucher würden sich den zahlreichen Argumenten für den Umstieg auf die modernere Technik nicht verschließen, sagte der GFU-Funktionär.

Am 1. August 2011 war der erste bundesweite Multiplex im Digitalstandard DAB Plus mit 13 Programmen an den Start gegangen. Zum Auftaktangebot gehörten neben den drei öffentlich-rechtlichen Programmen Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und Deutschland Radio Wissen elf weitere Programme privater Anbieter, darunter das Fußballradio 90elf, Energy und Klassik Radio. Hinzu stoßen regionale Multiplexe in zahlreichen Bundesländern.

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