Evangelikale: „Fröhliche engagierte Christen“

Zum zweiten Mal nahm der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, am Jahrestreffen der Deutschen Evangelischen Allianz teil. Er überbrachte die Grüße der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Kauder betonte, dass Evangelikale fröhliche evangelische Christen seien und sich mit aktuellen gesellschaftlichen Themen auseinandersetzten.

(idea/Bad Blankenburg) Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ließ die rund 2.500 Teilnehmer der 117. Allianzkonferenz in Bad Blankenburg (Thüringen) grüßen. Die Botschaft überbrachte der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder. Der Politiker nahm zum zweiten Mal am Jahrestreffen der Deutschen Evangelischen Allianz teil. Nach seinem letztjährigen Besuch habe er der Kanzlerin empfohlen, sich selbst ein Bild von der evangelikalen Bewegung zu machen, berichtete Kauder in seinem Grußwort. Allerdings befinde sich Frau Merkel zur Zeit im Urlaub. Auch Journalisten, die über Evangelikale schreiben wollten, habe er zu einem Besuch der Allianzkonferenz geraten, sagte Kauder weiter. In Bad Blankenburg könnten sie erleben, dass Evangelikale fröhliche evangelische Christen seien und sich mit aktuellen gesellschaftlichen Themen auseinandersetzten. Kauder dankte den Christen dafür, dass sie die Arbeit der Politiker mit ihren Gebeten begleiteten, und gab den Rat des verstorbenen koptischen Papstes Schenuda III. weiter, stärker mit einem Eingreifen Gottes zu rechnen.

Arabischer Frühling: Eiszeit für Christen

Kauder erinnerte daran, dass es Christen in vielen anderen Regionen der Welt nicht möglich sei, so ungehindert zusammenzukommen wie in Deutschland. Vor allem dort, wo islamische Bewegungen an der Macht seien, bekämen Christen zunehmend große Probleme, etwa in Nigeria und im Sudan. In Syrien gerieten Christen zwischen die Fronten der sich bekämpfenden Gruppen. In der Türkei müsse das syrisch-orthodoxe Kloster Mor Gabriel um seine Existenz kämpfen, obwohl es beweisen könne, rechtmäßiger Besitzer von enteigneten Ländereien zu sein. Sorge bereite auch die Entwicklung des arabischen Frühlings in Nordafrika. Für die dortigen Christen drohe er zu einer Eiszeit zu werden.

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