In Zentralasien entstehen christliche Gemeinden mit der Unterstützung der Radiomission

Wachstum von 20 Christen auf 70 Gemeinden
(ERF – Astana/Wetzlar). In Kasachstan sind in den letzten drei Jahrzehnten rund 70 christliche Gemeinden entstanden. Darauf weist Willi Epp von ERF Medien (Wetzlar) hin. 1982 hat der ERF begonnen in Zusammenarbeit mit seinem internationalen Partner TWR christliche Programme für das zentralasiatische Land zu produzieren. Im Buch „Gebet für die Völker der Sowjetunion“ schrieb Autor Johannes Reimer 1988, dass es in Kasachstan nur etwa 20 Kasachen gibt, die Christen sind. Heute, 24 Jahre später, existieren nach Angaben von Epp etwa 70 kasachische Gemeinden. Die kontinuierliche Ausstrahlung christlicher Sendungen hat dafür einen wichtigen Beitrag geleistet. Wegen der damals noch geschlossenen Ost-West-Grenzen und der überwiegend muslimischen Zielgruppe musste der ERF auf Christen nicht-kasachischer Herkunft zurückgreifen. Einen ersten Produzenten fand er in dem Russlanddeutschen Waldemar Klatt (19340 -2010), der in Kasachstan aufgewachsen war und später in Deutschland lebte. Klatt musste bei der Produktion praktisch bei Null anfangen, denn es gab weder christliches Liedgut noch christliche Literatur in kasachischer Sprache. Seit 2001 werden die Sendungen von einem kasachischen Team produziert. Im letzten Jahr ist auch die volle Bibel in der kasachischen Sprache fertig gestellt worden.

Zuerst wurde für die Ausstrahlung der 500-kW-Kurzwellensender von TWR Monte Carlo eingesetzt. Zehn Jahre später verlegte man die Sendungen auf Kurzwellensender im Pazifikraum (KTWR Guam, KFBS Saipan). Derzeit senden ERF und TWR täglich ein viertelstündiges Programm über die Mittelwelle auf der Frequenz 864 kHz mit einer Leistung von 1.000 Kilowatt sowie über einen zweiten Mittelwellensender auf der Frequenz 1467 kHz mit einer Leistung von 150 Kilowatt. In der früheren Sowjetrepublik sind rund 70 Prozent der 15,5 Millionen Einwohner Muslime und 26 Prozent Christen, hauptsächlich Menschen slawischer Herkunft.

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