Norwegen: Zwei von drei Einwohner sind gegen die UKW-Abschaltung – 70 Prozent der Autos ohne Digitalempfang

(SatelliFax) Als erstes Land schaltet Norwegen ab kommendem Mittwoch, 11. Januar die UKW-Netze ab und setzt bei der Terrestrik ausschließlich auf DAB+.

Dieser Schritt hat aber keinen Rückhalt in der Bevölkerung: Wie die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf eine aktuelle Umfrage berichtet, seien zwei von drei Einwohner immer noch gegen die Umstellung, obwohl ihnen das digital-terrestrische Radio ein weit größeres Programmangebot bietet.

Viele Norweger werden ab kommender Woche auch nur noch Rauschen hören, denn ein Großteil der Bevölkerung hat sich noch keine DAB+-Radios gekauft und ist daher ab dem 11. Januar vom terrestrischen Radioempfang abgehängt: Erst in 57 Prozent der Haushalte und 30 Prozent der Autos befinden sich Digitalradios. Problematisch wird vor allem der Mobilempfang, denn viele Werksradios in Fahrzeugen lassen sich nicht einfach umrüsten. Adapter für DAB+ mit Scheibenantennen liefern bei der schwierigen Topographie Norwegens mit vielen Bergen und Tälern häufig nur unzureichend stabilen Empfang – außer in Sendernähe.

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