„Wartburg-Gespräche“: Thema „Luther und wir“

ERF Fernseh-Talkshow zur Bedeutung der Reformation heute (ERF - Eisenach/Wetzlar). 500 Jahre nach der Reformation können 60 bis 70 Prozent der Deutschen nichts mehr mit dem christlichen Glauben und daher auch nicht mit Martin Luther und seinen Gedanken anfangen. Diese Ansicht vertritt Prof. Dr. phil. Günther Heydemann, Professor für Neuere und Zeitgeschichte an der Universität Leipzig. Heydemann äußerte sich bei der Aufzeichnung einer Fernsehsendung der Reihe „Wartburg-Gespräche“ auf der Wartburg bei Eisenach zu der Lutherdekade, die von 2008 bis 2017 deutschlandweit begangen wird.

2017 jährt sich der Thesenanschlag des großen deutschen Reformators Martin Luthers (1483 – 1546) zum 500. Mal. Unter dem Titel „Luther und wir“ diskutierten in der Sendung Prominente über die Bedeutung Luthers. Der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Dr. theol. Volker Jung (Darmstadt), sieht ein wichtiges Vermächtnis Luthers darin, dass er die Bibel in den Mittelpunkt des Glaubens gerückt habe.

„Luther ging es um Christus, um die Schrift, um Wiederentdeckung des Evangeliums und um die Befreiung von Tradition, die sich darüber gelegt hatte wie Mehltau. Deswegen hätte er sich auch nie auf einen Sockel stellen lassen. Er hätte ein Kreuz auf dem Marktplatz errichtet oder die aufgeschlagene Schrift hingelegt“, so Prälat Stephan Dorgerloh (Lutherstadt Wittenberg). Dorgerloh ist seit 2009 Geschäftsführer der neu gegründeten Evangelischen Wittenbergstiftung sowie seit 2010 Mitglied des Kuratoriums der Internationalen Martin Luther Stiftung.

Die Sendung, die der Vorstandsvorsitzende von ERF Medien, Jürgen Werth (Wetzlar), moderiert, ist am Dienstag, 19. April, um 22 Uhr (Wh. 20. April um 15 Uhr) bei ERF 1 per Satellit und Kabel sowie im Internet (www.erf.de) zu sehen.

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