Christlicher David-Filmpreis für ERF-Produktion

(idea/Bad Urach) Eine Produktion von ERF Medien (früher Evangeliums-Rundfunk) hat den christlichen David-Filmpreis in der Kategorie „Kinder- und Jugendfilm“ erhalten.

Prämiert wurde die 4. Folge aus der „Schlunz“-Serie „Lukas haut ab“, bei der der Österreicher Rainer Hackstock (Wien) die Regie führte und Wolf-Dieter Kretschmer (Wetzlar) von ERF-Medien für die Realisierung verantwortlich war. Den mit 1.000 Euro dotierten Preis vergab das Forum für Christen in Film und Fernsehen (CFF) am 3. Dezember in Bad Urach bei Reutlingen. Die Jury aus Fachleuten öffentlich-rechtlicher und privater Fernsehsender würdigte „die tollen schauspielerischen Leistungen“ der  Kinderschauspieler und eine hervorragende Regiearbeit. Auf unterhaltsame Weise werde ein biblisches Thema neu interpretiert und in der Erfahrungswelt von Kindern verortet. Hackstock schaffe es, nicht nur christliche Werte zu transportieren, sondern gleichzeitig seine jungen Zuschauer gut zu unterhalten und bis zur letzten Minute mitfiebern zu lassen. „Damit setzt der Schlunz neue Maßstäbe für den christlichen Film in Deutschland. Er besticht durch seine hohe Qualität ebenso wie durch die spielerische, kindgerechte Vermittlung biblischer Themen“, heißt es in der Begründung.

Auswahl aus 48 Beiträgen

Den Preis in der Kategorie „Fiktional“ (Spielfilme) erhielt der Episodenfilm „Empathie“ des Berliner Regisseurs Marc-Andreas Bochert, der vom Schicksal dreier Jugendlicher auf dem Weg zum Erwachsenwerden erzählt und ihre Schwierigkeiten schildert, Verantwortung für die eigenen Taten und Entscheidungen zu übernehmen. Der Preis in der Kategorie „Non-Fiktional“ (Dokumentationen und Reportagen) bekamen Bernd und Heidi Umbreit (Oberstenfeld bei Heilbronn) für die Dokumentation „Hallo Jule, ich lebe noch – Jugendliche und Suizid“. Nach Ansicht der Jury porträtiert der Film sehr behutsam und respektvoll zwei junge Frauen, von denen eine, Jule, als Beraterin um das Leben der anderen kämpft. Der erstmals vergebene journalistische Nachwuchspreis „Primus Truber“ ging an den Jungfilmer Matthias Zetzsche (Darmstadt), der in dem Reisebericht „Die Glücksreise“ der Frage nachgeht, wie man glücklich wird. Um die Preise, die außer 1.000 Euro auch eine Skulptur der Stuttgarter Künstlerin Elvira Günther umfassen, haben sich insgesamt 48 Beiträge beworben. Das waren doppelt so viele wie beim letzten Wettbewerb vor drei Jahren. Ausgewählt werden sowohl christliche als auch sozial verantwortliche Film- und Fernsehbeiträge, „die auf überzeugende und lebendige Weise christliche Werte transportieren“. Unterstützt wird der Wettbewerb unter anderem von der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, dem Evangelischen Medienhaus Stuttgart, der Stiftung Christliche Medien und dem Fernsehsender Bibel-TV.  Das 1989 gegründete CFF erreicht etwa 700 Christen, die als Autoren, Regisseure oder Medientechniker in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig sind. Leiter ist Gerald Birkenstock (Stuttgart).

Kirchliches darf Zuschauer nicht langweilen

Der Leiter des Fernsehbereichs in der SWR-Redaktion Religion, Kirche und Gesellschaft, Uwe Bork (Baden-Baden), bezeichnete es als eine der wesentlichen Aufgaben der Religionsredaktionen in den öffentlich-rechtlichen Medien, vermehrt über die Grundlagen des christlichen Glaubens zu informieren. In der Gesellschaft habe das Wissen über zentrale Anliegen des Christentums drastisch abgenommen. Die Kunst bestehe darin, Sendungen so zu gestalten, dass kein Zuschauer gelangweilt auf einen anderen Kanal wechselt. Dass dies möglich sei, zeigte Bork mit Beispielen aus den Sendungen des SWR. Beispielsweise sei es gelungen, anhand der Biographie des ostdeutschen Theologen Friedrich Schorlemmer (Wittenberg) die Frage zu thematisieren, ob es heute noch Wunder gebe. Der Journalist ermutigte freie Filmemacher, Manuskripte und Drehbücher an die Sender zu schicken. Wenig erfolgreich sei es, Sendern fertige Produktionen anzubieten.

Print Friendly
UA-15643972-1