ERF Produktionen erzielen zwei christliche Filmpreise

Filmpreis „David“ und „Primus Truber“ in den Kategorien „Kinder- und Jugendfilm“ und „Nachwuchs“

(ERF, Bad Urach/Wetzlar). Zwei Produktionen von ERF Medien (Wetzlar) haben bei der Preisverleihung David 2011 in Bad Urach Preise gewonnen. Das Forum für Christen in Film und Fernsehen (CFF) prämierte am 3. Dezember in Bad Urach eine Folge der Kinderproduktion „Der Schlunz – Die Serie“ sowie den Kurzfilm „Menschen am Limit – Ein Tag an der Grenze des Lebens“.

Die Produktion „Lukas haut ab“ (Folge 4) aus der „Der Schlunz – Die Serie“ erhielt den mit 1.000 Euro dotierte ersten Preis in der Kategorie „Kinder- und Jugendfilm“. Die Jury aus Fachleuten öffentlich-rechtlicher und privater Fernsehsender würdigte „die tollen schauspielerischen Leistungen“ der  Kinderschauspieler und eine hervorragende Regiearbeit. „Der Schlunz – Die Serie“ wurde von ERF Medien (Wetzlar) unter der Regie des Österreichers Rainer Hackstock (Wien) 2010 in Mittelhessen produziert. Die Verfilmung der ersten christliche Fernsehfilm-Serie, die in Deutschland produziert wurde, ist ein Gemeinschaftswerk. Die ersten fünf Folgen entstanden in der Zusammenarbeit von ERF Medien, der Stiftung Christliche Medien (SCM, Holzgerlingen) und dem Bibellesebund (Marienheide bei Gummersbach), bei dem der Autor der Buchvorlage, Harry Voss, als Kinderreferent arbeitet.

Auf unterhaltsame Weise werde ein biblisches Thema neu interpretiert und in der Erfahrungswelt von Kindern verortet, heißt es in der Begründung. Regisseur Hackstock schaffe es, nicht nur christliche Werte zu transportieren, sondern gleichzeitig seine jungen Zuschauer gut zu unterhalten und bis zur letzten Minute mitfiebern zu lassen. „Damit setzt ‚Der Schlunz‘ neue Maßstäbe für den christlichen Film in Deutschland. Er besticht durch seine hohe Qualität ebenso wie durch die spielerische, kindgerechte Vermittlung biblischer Themen“, so die Jury. In der Kinderbuchreihe „Der Schlunz“ entdeckt Familie Schmidtsteiner während eines Picknicks ein verwahrlostes, verwirrtes und einsames Kind. Der Junge hat sein Gedächtnis verloren, er kann sich lediglich erinnern „Schlunz“ genannt worden zu sein. Die Schmidtsteiners nehmen den Schlunz (gespielt von Finn Lucas Mayer) in ihre Familie auf und erleben fortan so manches Abenteuer. Für Sohn Lukas (10 Jahre, Luca Claar) und Tochter Nele (9 Jahre, Lea Sophie Schmidt) bedeutet das neue Familienmitglied eine große Herausforderung. Weil er den christlichen Lebensstil überhaupt nicht kennt, stellt der Schlunz völlig unbefangen Fragen über Gott, übers Beten, über die Geschichte vom „verlorenen Sohn“. Und er lässt sich nicht mit den üblichen Antworten abspeisen. Zielgruppe der Reihe sind die Sechs – bis 12-jährigen, aber auch deren Eltern.

Den zweiten Platz beim erstmals vom Evangelischen Medienhaus (Stuttgart) verliehenen journalistische Nachwuchspreis „Primus Truber“ konnte Julian Albrecht für seinen fünfminütigen Beitrag „Menschen am Limit – Ein Tag an der Grenze des Lebens“ entgegen nehmen. Der mit 500 Euro prämierte Film entstand als Abschlussarbeit seiner Ausbildung als Mediengestalter Bild und Ton bei ERF Medien und begleitet eine Krankenschwester bei ihrem Dienst auf einer Intensivstation. Bei dem Beitrag, der in der Reihe „Gott sei Dank!“ auf dem Sender ERF 1 ausgestrahlt wurde, stammt das Buch von Albrecht, der zugleich Regisseur und Produzent ist.

Um die Preise hatten sich insgesamt 48 Produktionen beworben. Das waren doppelt so viele wie beim letzten Wettbewerb vor drei Jahren, so der CFF-Leiter Gerald Birkenstock (Stuttgart). Ausgewählt wurden sowohl christliche als auch sozial verantwortliche Film- und Fernsehbeiträge, „die auf überzeugende und lebendige Weise christliche Werte transportieren“. Unterstützt wurde der Wettbewerb unter anderem von der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, dem Evangelischen Medienhaus Stuttgart, der Stiftung Christliche Medien und dem Fernsehsender Bibel TV.  Das 1989 gegründete Forum erreicht etwa 700 Christen, die als Autoren, Regisseure oder Medientechniker in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig sind. Der Verein CFF versteht sich als unabhängige und überkonfessionelle Plattform der Begegnung von und für Christen, die in den Bereichen Film, Fernsehen, Video und Multimedia arbeiten. Der David-Filmpreis wurde zum 5. Mal vergeben.

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