Obama und Graham beten miteinander

(Montreat/idea) US-Präsident Barack Obama hat den wohl bekanntesten lebenden Evangelisten, Billy Graham, besucht. Der 48-jährige Staatsmann traf am 25. April mit dem 91-jährigen Baptistenprediger in dessen Haus in Montreat (Bundesstaat Nord Carolina) zu einer 35-minütigen Unterredung zusammen. Wie der Informationsdienst Assist berichtet, hatte Obama im nahen Asheville einen Kurzurlaub verbracht; nach der Begegnung mit Graham brach er zu einem Gedenkgottesdienst für 29 tödlich verunglückte Bergleute im Bundesstaat West Virginia auf. Graham und Obama beteten miteinander; der Evangelist schenkte dem Präsidenten zwei Bibeln – eine für ihn und eine für seine Frau Michelle. Graham, der seit sechs Jahrzehnten auch als geistlicher Berater von US-Präsidenten fungiert hat, rief Christen dazu auf, vor Gott für politisch und gesellschaftlich Verantwortliche einzustehen. Einer Pressemitteilung zufolge dankte Obama für die Gebete, die ihn privat und in seinem anstrengenden und manchmal einsamen Amt mittrügen.


Graham betete mit zwölf US-Präsidenten

Graham ist persönlich mit zwölf US-Präsidenten seit Harry S. Truman (1884-1972) zusammengetroffen. In seiner über 60-jährigen Verkündigungstätigkeit hat er vor rund 210 Millionen Menschen in 185 Ländern gepredigt, auch mehrfach in Deutschland. Graham ist gesundheitlich angeschlagen; er leidet unter anderem an Schüttellähmung (Parkinson). Der seit Januar 2009 amtierende Präsident Obama hat sich bisher keiner Kirchengemeinde in Washington angeschlossen. Er nimmt jedoch an Gottesdiensten in der Evergreen Chapel (Immergrün-Kapelle) auf dem Landsitz Camp David teil. Bis vor zwei Jahren gehörte er in Chicago der Dreifaltigkeitsgemeinde der Vereinigten Kirche Christi (UCC) an. Er trennte sich von ihr im Präsidentschaftswahlkampf, weil Äußerungen des damaligen Hauptpastors Jeremiah A. Wright Irritationen ausgelöst hatten. Die theologisch liberale UCC mit etwa 1,1 Millionen Mitgliedern steht in Kirchengemeinschaft mit der deutschen Union Evangelischer Kirchen (UEK), der 13 Landeskirchen angehören.

Quelle: idea e.V. – Evangelische Nachrichtenagentur

Print Friendly
UA-15643972-1