Papst ruft zur „Ökumene der Heiligkeit“ auf

(idea/Rom) Papst Benedikt XVI. hat junge Christen zum ökumenischen Dialog ermuntert. Die römisch-katholische Kirche setze ihre Bemühungen um eine Versöhnung fort, die zu einer sichtbaren Einheit der Christen führe, versicherte das Kirchenoberhaupt am 29. Dezember auf dem Petersplatz in Rom. Dort hatten sich rund 40.000 junge Katholiken, Protestanten und Orthodoxe zu einem Abendgebet mit dem Papst versammelt. Sie nehmen am europäischen Jugendtreffen der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé teil. Es findet vom 28. Dezember bis 2. Januar in der italienischen Hauptstadt statt. Der Papst würdigte den Gründer der im französischen Burgund beheimateten Bruderschaft von Taizé, den Schweizer Roger Schutz (1915-2005). Dieser sei von einer „Ökumene der Heiligkeit“ beseelt gewesen. Wer seinem Vorbild nacheifere, werde zum Zeugen für die Einheit der Christen, so Benedikt XVI. Heute leitet der deutsche Katholik Alois Löser die 1949 gegründete Kommunität. Sie umfasst rund 100 Brüder aus 25 Ländern. Seit 1978 ruft sie junge Christen auf, über den Jahreswechsel zu Gebet, Singen und Gesprächen in einer europäischen Hauptstadt zusammenzukommen. Im vorigen Jahr trafen sich rund 30.000 Teilnehmer in Berlin. Am „Pilgerweg des Vertrauens auf der Erde“ in Rom nehmen etwa 2.000 Deutsche teil.
 

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