Viel los im Bereich „New TV“

Zattoo führte ersten Roundtable durch

Fernseher_Gelb_freigestellt(satellifax) „Viel los im Bereich New TV“ dachten sich Gründer und Geschäftsführer führender deutscher Social TV und Mobile-/Internet TV-Angebote und kamen auf Initiative von Zattoo, dem größten Anbieter von live Internet-TV in Europa, zum ersten Roundtable zusammen, um über New TV zu sprechen, ihre Geschäftsmodelle zu erklären und Fakten zum Markt darzulegen. Es diskutierten in der Berliner Zattoo Niederlassung Marcel Düe, Gründer von Tweek, dem personalisierten TV-Guide, Frank Barth, Mitgründer von Couchfunk, einer App für Social TV, Jonathan Dähne, Geschäftsführer von dailyme TV, einer App für mobiles, zeitversetztes Fernsehen sowie Jörg Meyer, Vice President Content & Consumer von Zattoo. Es gab einen intensiven Austausch über vier derzeit in der TV-Branche intensiv diskutieren Mega-Trends: Social TV/Second Screen, personalisierte Content-Empfehlungen, mobiles, zeitversetztes Fernsehen/VOD sowie Live Internet-TV. Dabei ging es um die bereits zu beobachtenden Auswirkungen dieser Trends auf das TV-Nutzungsverhalten.

Angesichts der Tatsache, dass Konsumenten einer Flut von Bewegtbildangeboten gegenüberstehen und sich immer mehr Nutzer auf Second Screens über TV-Inhalte austauschen, stellten die Roundtable-Teilnehmer das jeweilige Alleinstellungsmerkmal ihrer Angebote in der heutigen TV-Wirklichkeit heraus:

Couchfunk-Nutzer wollen das gewisse Extra an Unterhaltung parallel zu TV-Inhalten. Dies geschieht per Austausch über die eigene Plattform, Zusatzinfos zu den Sendungen oder angebundene soziale Netzwerke. Die meisten Aktivitäten finden dabei während habituierter TV-Events wie Tatort, Sportereignissen wie Fußball oder Casting-Shows statt, letztere verlieren allerdings zunehmend ihre Attraktivität bei der jungen Zielgruppe. Mit weit über einer halben Million Downloads ist Couchfunk der größte senderunabhängige Anbieter einer Social TV App in Deutschland. Beim Nutzerverhalten beobachtet Couchfunk, dass vor allem die ganz jungen Nutzer heute eine kurze Aufmerksamkeitsspanne haben und Themen im Sekundentakt abhaken.

Tweek ist die Orientierungshilfe in der Video-Economy. Nutzer von Tweek erhalten personalisierte Empfehlungen zu legal verfügbaren Videoinhalten aus den Bereichen Live TV, Mediatheken, VoD und Onlinevideo. Die Empfehlungslogik von Tweek basiert auf Algorithmen, die auf den individuellen Nutzerprofilen und Freundesempfehlungen auf Facebook aufsetzen. Darüber hinaus werden Tweek-Nutzer direkt zu den Anbietern der Inhalte geführt. In Deutschland unterhält Tweek hierzu unter anderem Partnerschaften mit iTunes, Lovefilm, Zattoo, dailyme TV und den Mediatheken von Das Erste, ZDF und arte. .

Die einzigartige Auswertung von Daten aus dem Social Web machen Tweek zum Innovationsführer im Bereich Videocontentdiscovery und ermöglichen dem Nutzer die Entdeckung wirklich personalisierter Videoempfehlungen angereichert um editoriale Highlights und die besten Empfehlungen und Merklisteneinträge der Freunde.. Bei der Suche nach immer mehr Datenpunkten im Netz – wo früher ein „Like“ als Statusangabe noch zählte, hat heute der „I am watching“-Status mehr Aussagekraft – steigt die Genauigkeit der Nutzerprofilanalyse. Um die „Trefferquote“ seiner Empfehlungen laufend zu erhöhen, arbeitet Tweek bereis daran, auch nicht direkt Video-relevante Interessen seiner Nutzer (z.B. Bücher, Musik, Lieblingsclub, Wohnort, Reiseziele) bei seinen Video-Empfehlungen zu berücksichtigen.

dailyme hat den Anspruch, als TV-App personalisierten und zuverlässigen TV-Genuss zu bieten. Denn Video-Streaming ist unterwegs oft viel zu kompliziert oder wie z.B. im Flugzeug gar nicht erst möglich. Die dailyme TV-App ermöglicht den kompletten Download einer Sendung oder eines Serienformats und garantiert damit den mobilen Genuss zu jeder Zeit und an jedem Ort, werbefinanziert und somit für den Zuschauer kostenlos. Lineares TV ist für dailyme nicht relevant – sie messen sich nicht nach GfK-Quoten. Zielgruppen sind grundsätzlich alle Besitzer von Smartphones oder Tablets, die unterwegs nicht auf TV-Unterhaltung verzichten wollen. Mit über 500.000 monatlichen Nutzern (Unique Mobile Usern) und fast 10 Mio. Videoviews im Monat gehört dailyme TV zu den reichweitenstärksten Anbietern von TV-Inhalten auf mobilen Endgeräten in Deutschland.

Es hat doch jeder einen Fernseher zu Hause – will da wirklich noch jemand live Fernsehen über das Internet schauen? Zattoo bietet lineares Fernsehen über das Internet, auf Computer, Smartphone, Tablet, Smart TV und Spielekonsolen. Genutzt wird Zattoo insbesondere in Ergänzung zum normalen TV-Konsum, wenn der Fernseher besetzt ist oder man sich gerade in einem Raum aufhält, in dem kein Fernsehgerät verfügbar ist. Rund ein Drittel der unter 30-Jährigen Zattoo-Nutzer geben an, gar kein Fernsehgerät mehr zu besitzen. Den Anschluss an diese Zielgruppe nicht zu verlieren, dabei will Zattoo den Sendern helfen. Und Zattoo-Nutzer gibt es bereits viele – in Deutschland sind es rund 700.000 jeden Monat.

Alle vier New TV-Vertreter teilen die Ansicht, dass klassisches Fernsehen im Wohnzimmer ein Aufmerksamkeitsproblem bekommt und der Fernsehzuschauer als Nutzer schneller weg ist als früher. Will man den Konsumenten weiterhin für TV-Inhalte interessieren, so muss man ihm Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen dieser sein eigenes TV-Konsummodell bestimmen kann. Social TV, personalisierte Empfehlungen, mobile und Internet TV-Services sowie live und zeitversetzte Dienste mit werbefinanzierten Lösungen gehören unbedingt dazu.

Bis vor kurzem waren im TV-Markt Produktion (insbesondere Studios), Aggregation (insbesondere Sender), Distribution (insbesondere Kabel-/Satelliten TV-Anbieter) und Geräte (insbesondere TV-Geräte und STB) recht klar voneinander getrennt. Durch die Möglichkeiten des Internets löst sich diese traditionelle Wertschöpfungskette jedoch zunehmend auf. An ihre Stelle tritt ein komplexes Beziehungsgeflecht unterschiedlichster Marktteilnehmer, welche sich um die vier Kernaktivitäten „Inhalte produzieren/aggregieren“, „Inhalte entdecken“, „Inhalte verfügbar machen“ und „Endgeräte bereitstellen“ gruppieren lassen. Dabei decken immer mehr Marktteilnehmer mehr als eine der genannten Kernaktivitäten ab. Gleichzeitig werden Partnerschaften zwischen den Marktteilnehmern in allen vier Kernaktivitäten zunehmend wichtiger und es kooperiert quasi jeder mit jedem. Und das obwohl alle um die Gunst des Endnutzers und fast alle um die Gunst der Werbekunden buhlen.

Für die Zukunft sehen sich die Unternehmensvertreter gut gerüstet, um sich in diesem komplexen Branchenumfeld zu behaupten. Gleichzeitig erwarten alle zunehmenden Wettbewerb durch die traditionelleren Unternehmen der TV-Industrie, da diese mehr und mehr die Themen der kleinen, agilen Innovationsführer aufnehmen. Wenn man sich in drei Jahren wieder treffen sollte, dürfte man wohl auch über die großen Internetkonzerne sprechen, die sich Stück für Stück mit eigenen Services in den TV-Markt bewegen.

www.zattoo.com

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