Wenn eine Redaktion den Sonntag fördert

(Berlin/Erfurt, idea) Die Veröffentlichung einer Andacht zahlt sich für eine Anzeigenzeitung offenbar aus. Der wöchentlich erscheinende „Allgemeine Anzeiger“ (Erfurt) wurde vom Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (Berlin) beim Wettbewerb „Durchblick“-Preis für Bürger- und Verbrauchernähe mit einem 2. Preis ausgezeichnet. Ausdrücklich würdigt die Jury, dass die Redaktion den Sonntag als Tag der Ruhe, der Reflexion und der Erholung fördert, indem sie „religiöse und weltliche Meditationen“ veröffentlicht. Gemeint ist die Andacht des stellvertretenden Geschäftsführers des Medienverbundes KEP (früher: Konferenz Evangelikaler Publizisten), Egmond Prill (Kassel), die der Theologe seit 2004 für jede Ausgabe schreibt. Er schildert eine kurze Alltagserfahrung, zu der er dann einen passenden Bibelvers stellt und ihn unter einem Gesichtspunkt auslegt.

Der erste Preis ging an das Wochenblatt „Blick“ (Göttingen), der dritte an den „Äppler“ (Frankfurt am Main). In ihrem Festvortrag lobte die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Julia Klöckner, die kostenlosen Anzeigenblätter. Auch im digitalen Zeitalter seien sie von großer Bedeutung: „Lokal adressierte Zeitungen spiegeln oft besser die eigene Mentalität, die Tradition und die Kultur wieder“ als das Internet und überregionale Tageszeitungen. Bundesweit gibt es 827 Anzeigenblätter mit einer Gesamtauflage von über 58,2 Millionen Exemplaren.

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